Kaisergebirge

Klein aber oho! Das Kaisergebirge ist nicht gerade groß – und trotzdem hat es so viel zu bieten; Wanderwege, Klettersteige, Klettergärten, Mehrseillängen. Auf ins Kaisergebirge!

Touren:

  • Jubiläumssteig und Hintere Goinger Halt
  • Von St. Johann zum Ursulablick
  • Ellmauer Halt über den Gamsängersteig
  • Scheffauer – Überschreitung

Jubiläumssteig und Hintere Goinger Halt
1020hm, 10,2km

Anreise/drum herum:
Gestartet wird an der Wochenbrunneralm. Diese ist entweder mit dem Auto oder Wanderbus erreichbar. Mit dem Wanderbus ist jedoch ein Start erst um 9 Uhr möglich. Die Wochenbrunneralm ist sehr touristisch, ein Einkehren lohnt sich eher auf einer der beiden Berghütten.

Wanderung:
Von der Wochenbrunneralm geht es zunächst zur Gaudeamushütte. Von hier geht es die Scharte hoch zur Gruttenhütte. Wer mag kann einen Abstecher über den Klamml Klettersteig machen. Im Bereich des Klettersteigs sollte wegen Steinschlags Acht gegeben werden. An der Gruttenhütte angekommen zweigt der Weg Richtung Jubiläumssteig/ Ellmauer Tor ab. Der Steig hat nur die Schwierigkeit A/B, Klettersteig Set und Helm sollten trotzdem angelegt werden. Über den Steig geht es, mit etwas auf und ab, auf gleicher Höhe bleibend am Fels entlang. Daneben kann man ab und zu die Weitsicht genießen. Am Ziel angekommen kann man absteigen zu Gaudeamushütte; wir gehen weiter in Richtung Ellmauer Tor. Nach einem knackigen südseitigen Aufstieg, hat man auf der Scharte, dem Ellmauer Tor, nun endlich Sicht zur anderen Seite und dem Eggersteig, der vom Stripenjochhaus her hinauf führt. Westseitig kommt man von hier zu den Karlsspitzen. Wir gehen in Richtung Osten weiter auf die Hintere Goinger Halt. Nach ca. 45 Minuten wird einer der wenigen „erwanderbaren“ ausgesetzten Gipfel des Kaisergebirges erreicht – belohnt mit einer grandiosen rund-um-Sicht.
Hinab geht es auf selbigem Wege. Beim Jubiläumssteig zweigen wir nun ab zur Gaudeamushütte, über die es zur Wochenbrunneralm zurück geht.

Tourentipps:
Im Sommer sollte man unbedingt früh starten, um den Steig für sich zu haben und den südseitigen Aufstieg zum Ellmauer Tor nicht in der prallen Mittagshitze zu absolvieren. Das Essen auf der Gruttenhütte ist famos!

Von St. Johann zum Ursulablick
480hm, 5,78km

Anreise/drum herum:
Die Anreise lohnt vor allem mit dem Auto. Auf dem Komoot markierten Start befindet sich ein Parkplatz, welcher umsonst genutzt werden kann.

Wanderung:
Vom Parkplatz aus ist der Ursulablick bereits ausgeschildert. Es geht geradewegs auf den Steig zu und nach den ersten flachen Metern immer steiler direkt am Hang hinauf. Weil der Steig selber nicht viele Höhenmeter hat, legt man den Großteil schon vorher auf der Wanderung zurück. Schließlich kommt er aber doch noch: Der Maiklsteig (A/B). Nachdem an einem sicheren Standplatz Gurt, Klettersteigset und Helm angelegt wurden (der Steig ist nicht schwer, jedoch in Teilen ausgesetzt), werden die letzten Meter zum Gipfel auf dem schönen Steig absolviert. Nach dem Ausstieg befindet sich dieser mit passender Pausenbank nur ein paar Meter östlich. Auf dem Grat befindet sich ein Teil des Wilden Kaiser Steigs, dem wir Richtung Osten folgen. Nach dem Abstieg zur Einsiedlerei Kappelle führt ein schöner Pfad über die Weiden eben zurück zum Parkplatz.

Tourentippps:
Die Tour ist auch bei schlechterem Wetter gut begehbar (beim Steig muss selbstverständlich auf Glätte geachtet werden) und kann genauso nach Westwärts über den Wilden-Kaiser-Steig zum Gscheuerkopf als Rundweg begangen werden.

Ellmauer Halt über den Gamsängersteig
1160hm, 9,72km

Anreise/drum herum:
Der Start liegt wieder an der Wochenbrunneralm, die mit Auto und Wanderbus erreichbar ist. Auch bei dieser Tour geht es über die Gruttenhütte, bei der man Einkehren kann.

Wanderung:
Von der Wochenbrunneralm wählen wir dieses Mal den direkten Weg zur Gruttenhütte und halten uns eher linksseitig (der Weg beginnt unmittelbar hinter der Bushaltestelle). Zunächst geht es durch den Wald schattig die ersten Höhenmeter hinauf. Es folgt ein Teil es Weges über Geröll und schließlich einen steinigen Schlussanstieg zur Gruttenhütte, welche vor den letzten Serpentinen schon einsehbar ist. Hinter der Gruttenhütte befinden sich zahlreiche Wegweiser, u.a. zum Ellmauer Halt über den Gamsängersteig. Es geht weiter den Hang hinauf, hinein in die Hundsgrube mit riesigen Geröllblöcken und etwas Glück der ein oder anderen Gams. Am Ende der Senke angekommen liegt der Einstieg zum Gamsängersteig. Es lohnt sich vor dem Einstieg Klettersteigset, Gurt und Helm bereits vollständig anzulegen. In unserem Falle ist die Sicht leider etwas eingeschränkt, Hang und Steine sind noch feucht. Der Steig ist ein alter schmaler Pfad, zunächst immer am Hang entlang, zur Hangseite sehr ausgesetzt, welcher nur in Teilen versichert ist. Für uns an diesem Tage schon nach dem ersten Stück mit einem unguten Gefühl verbunden, weswegen wir uns entscheiden umzudrehen. Und wir sind nicht die einzigen. Dennoch: Wer den Steig bis zum Ende absolviert wird mit dem höchsten Gipfel des Kaisergebirges belohnt: Der Ellmauer Halt. Hinab geht es über den selbigen Weg, mit spätestens jetzt einer wohlverdienten Einkehr auf der Gruttenhütte.

Tourentippps:
Der Gamsängersteig ist der einfachste Weg auf die Ellmauer Halt und damit sehr beliebt. Wer seine Ruhe haben möchte sollte entsprechend früh aufbrechen. Man sollte sich bewusst sein, dass der Steig nur in Teilen versichert ist.

Scheffauer-Überschreitung
1270hm, 13,2km

Anreise/drum herum:
Mit dem Wanderbus geht es z.B. von Scheffau zum Hintersteiner See. Die Busse fahren während der Saison mehrmals stündlich und können umsonst benutzt werden. Die Fahrpläne sind online einsehbar.

Wanderung:
Von der Haltestelle geht es, entgegen der meisten anderen, weg vom See in Richtung der Stöfflhütte und Walleralm. Über teilweise Forststraße geht es stetig leicht bergauf. Der Anstieg beginnt jedoch erst so richtig nach den Almen, wo es nach Regen teils matschig bis zum Hochegg geht. Von hier aus wieder hinunter zur Kaindlhütte, ist der Scheffauer schon in Sicht. Ab der Kaindlhütte schlängelt sich ein Pfad den Hang hinauf direkt auf den Berg zu. Die Nordwand des Scheffauer sieht gewaltig aus, besonders wenn einige Klettergruppen unterwegs sind und die Größenverhältnisse erahnbar machen. Die Wand wird zum Widauersteig (A/B) hin gequeert (vorsicht Steinschlag!). Beim Einstieg ist genügend Platz, um Gurt und Klettersteigset anzulegen, der Helm wird besser schon früher aufgesetzt. Der Steig ist vor einigen Jahren sarniert worden und in top Zustand. Der Weg ist falls vollständig mit einem Stahlseil versehen. Teilweise ausgesetzt führt er zunächst an der Wand, dann über eine Rinne bis kurz vor den Gipfel. Nach einem letzten kleinen Anstieg wird man hier mit einem tollen rundum Blick belohnt und hat sich die Pause redlich verdient. Hinab geht es nun etwas weniger ausgesetzt, aber dennoch zunächst sehr Steil in südlicher Richtung zum Hintersteiner See. Der Weg ist zunächst teilweise seilversichert, wird schließlich immer mehr zum Pfad und mündet in einem nicht enden wollenden Schotterfeld. Mit etwas müden Knien erreicht man die Steiner Hochalm, von der ein Pfad nach Bärenstadt führt. Von hier ist sind es noch 15 Minuten zum Ausgangspunkt.

Tourentippps:
Auf jedem Fall Badesachen für einen Sprung in den Hintersteiner See (Seebad direkt an der Bushaltestelle ) einpacken!

Tourenlinks:

Jubiliäumssteig & Hintere Goinger Halt | Wanderung | Komoot
Von St. Johann zum Ursulablick
Ellmauer Halt über den Gamsängersteig
Scheffauer Überschreitung

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